So entstehen unsere Jeans: der Denim

Das ist der Auftakt zu einer zweiteiligen Serie über den Herstellungsprozess unserer Jeans. Wir beginnen ganz am Anfang – bei der Baumwolle. Und erklären, wie aus einer Pflanze gewebter Denim wird.

Wir erinnern uns: Schon als Kinder schauten wir gerne Fernsehsendungen, die uns durch die Fabriken der grossen Gummibären-, Werkzeug- und Weihnachtskugel-Hersteller führten. Und noch heute ist es faszinierend zu sehen, was es eigentlich alles braucht, damit wir tagtäglich unser Joghurt auslöffeln oder eben in unsere Jeans steigen können.

Vom Feld in die Fabrik

Wir nehmen dich mit auf eine Reise, die in Spanien beginnt. Dort, und in Griechenland und den USA, wird die Baumwolle – der Rohstoff jeder Jeans – angebaut. Die grossen Baumwollfelder verwandeln sich in der Erntezeit in weiss gesprenkelte Flächen. Denn wenn die Samen der Pflanzen etwa so gross wie Golfbälle sind, öffnen sie sich und die weissen Baumwollflocken werden sichtbar. Die widerstandsfähige Naturfaser kann geerntet werden.

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In grossen Ballen kommt die Baumwolle schliesslich bei unserem Denim-Produzenten Italdenim in Inveruno, Norditalien, an. Als eine der besten Denim-Webereien produzieren sie Jeans-Stoffe von allerhöchster Qualität. Und zwar von A bis Z, vom Spinnen übers Färben bis zum Weben – alles unter einem Dach. Und so geht es dort zu und her:

Zunächst wird die Baumwolle gewaschen, bevor die einzelnen Baumwollfasern vermischt und anschliessend zu einem feinen, netzartigen Flies zusammengefügt werden. Dieses Verfahren bezeichnet man als Kardieren. Grosse Maschinen bündeln diesen Flaum anschliessend zu dicken Strängen, aus denen dann die einzelnen Fäden gesponnen werden. Und auch das passiert nicht wie zu Dornröschens Zeiten an einem hölzernen Spinnrad, sondern wird mit hohem Tempo von Maschinen erledigt. Während dieses Produktionsschritts wird unserem Denim noch 1–2 % Elastan zugefügt, damit sich die Jeans besser deinem Körper anpassen.

Fun Fact: Nur gerade mal 20 Gramm Baumwollfasern ergeben einen ganzen Kilometer Faden.
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Von Farbbädern und Webstühlen

Nun geht’s ans Färben. Die Baumwollfäden werden in grosse Becken mit Farbe getaucht. Die klassische Bluejeans verdankt seine Farbe dem Farbstoff Indigo. Bei uns bekommst du aber auch weisse, schwarze oder farbige Jeans. Kennst du zum Beispiel unsere neue Women’s Colour Collection schon? Perfekt für den nahenden Herbst!

Weiter geht’s. Langsam kommen wir dem Ziel näher – Moderne Technologie und automatisierte Webmaschinen haben mechanische Webstühle ersetzt und machen das Weben leichter und schneller. Wer sich an den Handarbeitsunterricht in der Schule erinnert, der weiss vielleicht noch, dass es beim Weben den sogenannten Kettfaden gibt (das ist der Faden, der auf dem Webstuhl eingespannt wird) und den Schussfaden (das ist der Faden, der über und unter dem Kettfaden durchzieht). Beim blauen Jeansstoff ist der Kettfaden weiss und der Schussfaden blau gefärbt.

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Nachdem der Stoff gestärkt wurde, ist er bereit für unsere Schneiderinnen im Tessin und in Bayern… Dazu aber mehr in der nächsten Folge.

Übrigens: Unser Hersteller Italdenim ist als erste Jeansmanufaktur Teil des Greenpeace Detox Agreements geworden.  Ihr patentiertes Produktionsverfahren funktioniert gänzlich ohne giftige Chemikalien und reduziert den Wasser- und Stromverbrauch auf ein Minimum. tweet

Lieber Schauen als Lesen? In diesem Video siehst du Ausschnitte aus dem Produktionsprozess von Italdenim.


Die Bilder stammen von Italdenim

 

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