Die Anatomie der Selfnation-Jeans

Posted on November 26, 2015 in Allgemein

Wofür ist eigentlich das kleine Täschchen in der rechten Hosentasche deiner Jeans gut? Und woher stammt der Reissverschluss der Selfnation-Jeans? Wir haben das Skalpell angesetzt und präsentieren: Das beste Kleidungsstück in seinen Einzelteilen.

Denim

Das grösste Organ von Jeans – um bei der Medizin zu bleiben – ist der Denim. Wie der robuste Stoff von unserem Partner Italdenim hergestellt wird, erfährst du im Blogbeitrag zum Thema “So entstehen unsere Jeans”.

Nieten und Knöpfe

1872 wurden zum ersten Mal die Ecken der Hosentaschen mit Nieten verstärkt, um deren Lebensdauer zu verlängern. Die Idee dazu hatte Jacob Davis, der mit Levi Strauss zusammen das Patent für Jeans anmeldete. Heute sitzen die Nieten jedoch hauptsächlich aus optischen Gründen an den Ecken der Hosentaschen.
Funktionelle Knöpfe hingegen gibt es schon wesentlich länger: Sie tauchten zum ersten Mal im 13. Jahrhundert in Deutschland auf. Bis dahin wurden Knöpfe ausschließlich als dekorative Elemente eingesetzt.
Weil unsere Jeans im besten Fall ein Leben lang halten sollen, haben wir uns für die Knöpfe und Nieten eines Traditionsunternehmens entschieden. Berning aus Wuppertal in Deutschland produziert diese nämlich bereits seit 120 Jahren.

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Reissverschluss

Es ist nicht etwa so, dass ein einziger genialer Tüftler den Reissverschluss erfunden hätte – vielmehr ist der Reissverschluss das Produkt einer langen, sich über mehrere Jahrzehnte erstreckenden Entwicklung, die 1851 in den USA mit Elias Howe ihren Anfang nahm. Nach mehreren Niederlagen meldeten zwei Schweizer 1911 das Patent für den Reissverschluss an. Aber erst 1924 wurde es seriell hergestellt – und zwar in der Ostschweiz unter dem Namen Riri (Rinne-Rippe). Das Traditionsunternehmen Riri, das es noch heute gibt, versorgt Selfnation mit den besten Reissverschlüssen, die zu haben sind.

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Lederlabel

Selfnation-Jeans erkennt man natürlich an der perfekten Passform. Zudem weisen ein kleines Metalldreieck an der rechten Tasche sowie ein Ledertag am Bund die Herkunft deiner Jeans aus. Die Herstellung des Lederlabels geschieht nur unter dem zertifizierten Standard von “Confidence in Textile” nach Oeko-Tex (©) 100. Die kleine Manufaktur namens Okinawa befindet sich im Nordosten Italiens.

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Garn

Das Garn ist das Element, das deine Jeans zusammenhält. Ganze 250 Meter werden benötigt, um aus den 19 Textilteilen eine ganze Jeans zu fertigen. Damit unsere Jeans auch halten, was sie versprechen, nähen wir ausschliesslich mit Garnen der Firma Gütermann aus Deutschland – ein Qualitätsunternehmen, das ihr Know-how in über 150 Jahren aufgebaut hat.

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Gürtelschlaufen

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts vertrauten die meisten Herren den Sitz ihrer Hose einem Paar Hosenträger an. Der Gürtel gewann jedoch zunehmend an Beliebtheit und so fanden die fünf Schlaufen ihren Weg auf den Taillenbund, um dort den Gürtel festzuhalten. Selfnation-Jeans haben fünf Gürtelschlaufen und entsprechen so dem Standard.

Münztasche

Die Münztasche – oder zu Englisch Coin Pocket – ist die kleine Tasche, die zur Hälfte in die rechte Vordertasche der “Five-Pocket”-Jeans eingearbeitet ist. Zu Levi Strauss Zeiten nannte man sie auch Watch Pocket, da darin die Taschenuhren sicher verstaut wurden. Die Münztasche wird oftmals für die fünfte Tasche in einer „Five-Pocket“-Jeans gehalten, aber in Wirklichkeit war es eine zweite Gesässtasche, die als letztes zu einer echten Jeans hinzugefügt wurde.

2 Comments

  1. Wolf
    November 26, 2015

    Hallo,
    1. Besteht die Möglichkeit für mich (männlich) eine Jeans mit Schlag anzufertigen?
    2. Kann man sich mal, vielleicht in Berlin oder Zürich, ein fertiges Produkt zeigen lassen?
    Ich wohne in der Schweiz in der Nähe von Zürich und fahre regelmäßig nach Berlin.
    FG Wolf

    1. Simona Triet
      November 26, 2015

      Lieber Wolf

      Vielen Dank für deine Anfragen. Leider können wir keine Jeans anfertigen, die von unseren Designs abweichen.
      Zeigen können wir dir unsere Jeans hingegen gerne. Schreibe dafür Lena ([email protected]) eine E-Mail. Sie wird dann mit dir einen Termin vereinbaren, an dem du bei uns am Standort Zürich vorbeikommen kannst. Auch für allfällige weitere Fragen wendest du dich am besten an Lena.
      Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen.

      Liebe Grüsse
      Simona

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